Netzlaufwerk verbinden unter Ubuntu

© Fred Hemme 2009

Auf dem Server gibt es mehrere Samba-Freigaben. Das sind zwei USB-Festplatten, 189 GB und 1 TB gross. Diese möchte ich gern beim Start meines Ubuntu-PC automatisch und permanent eingebunden haben.

Dazu sind folg. Schritte notwendig:

Mountpunkt anlegen

Üblicherweise wird der Mountpunkt unter /mnt oder /media angelegt.
Benutzt man /media so erscheint ein Icon auf dem Desktop. Das ist ganz praktisch.
Man erzeugt also die Ordner
/media/tb1
/media/e189
Als normaler Benutzer gelingt das nicht. Man muss root-Berechtigungen haben. Dazu stellt man das Wörtchen sudo vor den Befehl
sudo mkdir /media/tb1
sudo mkdir /media/e189
Das sind die Mountpunkte für die beiden Platten (tb1 meint Terabyte-Platte, e189 meint 189GB-Platte)

Datei fstab ergänzen

Man fügt in die Datei /etc/fstab folg. Zeilen hinzu:
//ipadresse/32_00_00 /media/tb1 cifs credentials=/home/fred/.smbcredentials 0 0
//ipadresse/e189 /media/e189 cifs credentials=/home/fred/.smbcredentials 0 0

Samba-Passwort hinterlegen

Man erzeugt die Datei /home/fred/.smbcredentials
Da stehen nur username und password drin für die Samba-Freigabe:

username=fred
password=<password>

Skript für das Aushängen vor dem Neustart

Häufig kommt es beim Herunterfahren zu folg. Fehlermeldung:
CIFS VFS: server not responding
Höchstwahrscheinlich ist die Netzwerkverbindung schon getrennt wenn das System versucht die Samba-Laufwerke auszuhängen.
Lösen kann man das Problem nach der Anleitung in [1].
Es wird das Paket smbfs installiert und die betreffenden Skripte zum Unmounten aktiviert

[1]
https://help.ubuntu.com/community/MountWindowsSharesPermanently

Neustart

Man startet Ubuntu neu.

Folgeprojekte

Nun kann man
1) persönliche Daten auf den Server verschieben
2) der Windows-Installation ebenfalls einreden wo jetzt die Daten sind (Eigene Dateien etc.),
3) das Home-Verzeichnis (der Ubuntu-Installation) ebenfalls auf den Server verschieben und den Pfad dorthin verbiegen.

Die zentrale Ablage aller persönlichen Daten auf dem Server hat zahlreiche Vorteile.
- Datensicherung persönlicher kann zeitgesteuert in regelmäßigen Abständen in der Nacht erfolgen. Die PCs müssen dafür nicht mehr die ganze Nacht durchlaufen. Es reicht ja wenn der Server nachts durchläuft.
- Datensicherung der beiden Büro-PCs ist also eine reine Windows-/Ubuntu-Installations-Sicherung. Da hier kaum was Neues installiert wird, braucht man nur recht selten sichern.